Die ewige Stadt: Rom

Wer noch nie die Hauptstadt von Italien besucht hat, der wird den Spruch für einen Scherz halten. Wer aber am Morgen im Bahnhof von Rom einläuft, vielleicht gerade aus Deutschland kommt, der wird in Sekunden verstehen: Hier ist der Nabel der Welt.

Bahnhof von Rom

Erwartet wird Toga und Schwert, aber nein, Roma Termini ist ein hochmoderner Bahnhof, fast wie ein Flughafen. Und der Verkehr ist wohl genauso hoch wie bei einem Flughafen, vielleicht sogar noch grösser. Außerhalb vom Bahnhof erwarten uns keine Ruinen, sondern moderne Kunst. So leuchtet schon von weitem das Monument, das an Papst Johannes Paul II erinnert, dem Rom Ankömmling entgegen.

Übernachtung

Ausblick über Rom

Ausblick über Rom

In Rom ist jede Hotelkategorie zu finden. Da erst im 19. Jahrhundert die Stadtgrenzen von Rom festgelegt worden sind, ist das ein Beleg, dass Rom nie Grenzen kannte und das ist mehr als Ironie. Denn mitten in der Stadt findet sich ein weiterer Staat: Der Vatikan. So hat der Besucher die freie Wahl, eher im Studentenviertel oder aber im Touristenzentrum von Rom sich einzuquartieren. Wie beim Besuch einer Weltstadt, ist es nicht so wichtig, wo man wohnt, denn jeder Ort ist schnell auch in der Nacht zu erreichen.

Circus Maximus

Wenn wir schon eine Weltstadt besuchen, dann wollen wir uns das grösste und älteste Dokument ansehen, das exakt nachvollziehen lässt, wie damals Party gefeiert worden ist. Der Circus Maximus ist noch so weit erhalten, dass die Vergnügungen der Soldaten von Caesar noch erkennbar sind. Denn der freie Eintritt für jeden Bürger hat die Menschen damals so fasziniert, dass sie ihre Söhne in den Krieg schickten, auch gegen Brüder. Heute ist das Kolosseum ein Denkmal vor allem gegen die Todesstrafe. Und so nutzt die Regierung von Italien heute das Monument auch als Mittel für Demonstrationen zur Abschaffung der Todesstrafe. 500 Jahre lang hat das Theater die Bürger von Rom unterhalten und auch heute noch wird jeder Architekt bei der Besichtigung begeistert sein von der Logistik in jenem Vergnügungstempel.

Forum Romanum

Forum Romanum

Forum Romanum

Wir haben intensiv das Forum Romanum studiert. Auf den ersten Blick liegen dort nur ein paar Steine herum. Aber mit ein wenig Wissen und einem kundigen Führer, sind die Diskussionen im Senat von Rom nachzuvollziehen, der Wiege von Bundestag und Demokratie. Und es ist auch der Platz zu finden, wo Caesar seinem Widersacher erlag. Am Forum Romanum lässt sich auch die Geographie erahnen, wie Rom aussah vor Romulus und Remus und warum diese Hügel zur Erbauung von Rom ausgesucht worden sind. Als kleine Anekdote sei erwähnt, dass viele Steine aus dem Forum Romanum fehlen. Und sie sind auch wiederzufinden im Petersdom. Denn die Steine der Antike wurden auch genutzt, um den Vatikan aufzubauen.

Vatikanische Museen

Rom - Porta Asinaria

Rom – Porta Asinaria

Wer kein Interesse an Kirche oder Weihnachten hat, der Besuch der Vatikanischen Museen lohnt sich trotzdem. Denn hier sind die grössten Kunstschätze der Welt zu bestaunen. Auch hier wird Rom seinem Ruf als Weltstadt gerecht. Hier in den Museen könnte der Tourist einen Monat oder mehr Urlaub machen und er würde jeden Tag noch neue Kunstschätze entdecken. Allein die Sixtinische Kapelle wird jede Schatzkammer auf der Welt vor Neid erblassen lassen. Wobei nicht der Prunk wie Gold oder Marmor den Gast beeindrucken, sondern viel faszinierender ist, wie die Künstler im Vatikan mit den Perspektiven spielten und damit jede Skulptur zum Wunder machen. Uns haben vor allem die alten Kutschen gefallen, unvorstellbar welcher Luxus in den Karossen zu finden ist.

Laokoon

das Weltkunstwerk schlechthin ist die Laokoon Gruppe aus dem alten Griechenland. Hier in Rom gibt es eine Kopie davon. Es ist faszinierend zu sehen wie das griechische Kunstwerk die italienischen Künstler so beeinflusst hat, dass auf dem Sockel drei Italiener stehen, die wie Griechen aussehen.

Cinecittà

Ist das Hollywood vom Italowestern. Noch viel mehr Filme kommen aus Rom bzw. aus der Filmstadt Cinecitta. Hier ist es wie in Kleinhollywood und wer Glück hat, der kann Stars treffen. Zuschauen kann der Laie in jedem Fall und wer noch nie beim Filmemachen zugeschaut hat, der sollte die Kulissenstadt besuchen. Gerade als Kontrast zum Petersdom ist dieser Ausflug fast wie ein Sprung in die Zukunft.

Der Trevi-Brunnen, Fontana di Trevi

Der Trevi-Brunnen, Fontana di Trevi

Trevi – Brunnen

Einer der grössten Brunnen der Welt, 2000 Jahre Abendland sprudeln hier rund um die Uhr, ist der Trevi – Brunnen. Kinogänger kennen das Kunstwerk, wird wohl in jedem Romfilm als Hintergrund genutzt. Die Legenden um den Brunnen locken viele Touristen an und so ist der Brunnen auch ein Treffpunkt für Smalltalk mit Menschen aus aller Welt.

Spanische Treppe

Die Spanische Treppe, Scalinata di Trinità dei Monti

Die Spanische Treppe, Scalinata di Trinità dei Monti

An der Spanischen Treppe trifft sich die Jugend der Welt in Rom. Hier wird geplaudert und geschwatzt und viele Pärchen treffen sich hier. Kunst und Künstler umgeben den Brunnen schon seit vielen Jahrhunderten. So ist die Treppe auch Treffpunkt für das Nachtleben von Rom. Man kann sich aber auch im Sommer einfach hier hinsetzen und Sie sind mitten im Strudel der Welt.

Spaghetti

Natürlich essen Italiener nicht nur Spaghetti und Italien besteht auch nicht nur aus Spaghettifeldern. Trotzdem werden auch die einfachen Spaghetti mit Tomatensoße in Rom hundertmal besser schmecken als in Deutschland. Aber probieren Sie doch coda alla vaccinara oder pajata abbacchio alla scottadito. Denn gerade Fischgerichte und auch Fleischmenus sind die Spezialitäten der römischen Küche. Und es kommt noch etwas dazu: Es gibt zwar kein Frühstück, aber wenn Sie mit Römern zum Mittagessen gehen, dann sollten Sie mindestens zwei oder drei Stunden Zeit dafür einplanen. Falls sie aber nur auf Teigwaren abfahren, dann bestellen Sie bucatini all’amatriciana oder spaghetti alla carbonara.

Wein

Jeder Schüler weiss, die Römer brachten den Wein aus Asien nach Europa. Jede Menge Bilder zeigen Wein und seinen Genuss seit mehr als 2000 Jahren. So sollten Sie in jedem Fall einen Bauern in der Gegend von Rom besuchen und dort Wein probieren. Er ist viel besser als der importierte Wein in Deutschland. Egal ob rot oder weiss, Sie werden Ihren Lieblingswein finden. Probieren Sie doch einfach mal einen Chianti.